Bahnhof Simmern 
Zeitraum 1985 bis 1995
Der schleichende Verfall und die letzten großen Aufgaben
 

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Stellwerk Sf + Ausfahrt Ost
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Bahnsteig + Vorplatz
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Gütergleise
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Stellwerk Sw + Ausfahrt West
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Die Zeit ohne Personenverkehr brachte eine neue Form der Streckenbereisung im Hunsrück zur BLÜTE. Eine NIE dagewesene Flut an Nostalgiefahrten begann.
Ende der 60iger und bis 1976 fanden ab und an Dampffahrten statt. Meist aus Anlass einer Dampfbetriebswerkschließung verkehrten Sonderzüge mit; vor der Ausmusterung stehenden, Dampfloks. Im Mittelpunkt standen damals die Dampfrösser und weniger die landschaftlichen Schönheiten des Hunsrücks. Dies änderte sich 1984.
Am 24.03. erreichte 798-649 mit einem VB den Bahnhof Simmern. Startpunkt war der Bahnhof Trier gewesen. Ziel dieser Fahrt, durchgeführt von der Generalvertretung der Deutschen Bundesbahn in Trier, die Prüfung der Tauglichkeit der Strecke für Sonderfahrten.
Schon wenige Monat später begann der Sonderverkehr mit einem langen Schinderhannesexpress Trier - Simmern und 2x 215. Höhepunkt war der Überfall der Schinderhannesbande. Was sonst nur im Wilden Westen vorstellbar war, wurde nun im Hunsrück Wirklichkeit. 
In den folgenden Jahren bis zum 31.12.1997 verkehrten unzählige Sonderfahrten quer über den Hunsrück. Exoten wie die Baureihe 41, 44  und 58 als Dampflok dabei.  Unter den Begriff Dieselfahrzeugen verkehrten VT08, TEE 601 aber auch die Diesellok der BR V200 (221).
Auch Fahrzeuge wie sie über die Jahre alltäglich waren, kamen zum Einsatz. So besuchte 50-622 (Verbrannt im historischen Lokschuppen in Nürnberg) den Hunsrück. Schienenbusse verschiedenster Bahnbetriebswerke verkehrten für Fotografen, aber auch für Ausflügler. Die Baureihe V100 (211+212) bespannte ebenfalls Sonderzüge. Ein besonderes Erlebnis war aber die Bereisung mit einem Schienenbus der Reihe 795 mit 150 PS. Dieser Wagen mit der Nummern 795-240 war auch der letzte Zug im Abschnitt Morbach - Hermeskeil am 31.12.1997.
 Über 21 Jahre nach dem letzten Personenzug mit 795
Der Güterverkehr in dieser Zeit ist geprägt von Holzabfuhr (Orkan in der Nacht vom 22 auf 23 November 1984) und den modernen Kriegen der Amerikaner. 
Was sich in der Zeit nach dem großen Sturm auf den Gleisen abspielte, war Unglaublich. So konnte das Frachtenaufkommen 1984 auf 230000 Tonnen gesteigert werden. Das Jahr 1985 bracht noch wesentlich mehr Tonnen auf die Gleise. Das ganze Jahr 1985 (ab Feb) wurden Holzzüge abgefahren die unter erheblichem Zeitdruck standen. Nasslager  für Holz lieferten Fracht für einige weitere  Jahre.
 Erstaunliches TAT sich auch ab Anfang 1985 auf den Strecken im Hunsrück. Überall wurde Oberbau (Gleisanlagen) erneuert. Im Bereich Stromberg im Sommer. Im Herbst folgten Abschnitte im Bereich Thalfang - Hermeskeil. Die alten Gleise wurden über Simmern  abgefahren, während die neuen Gleise über Türkismühle zugeführt wurden.


1988 wurde Treibstoffzüge (2x 218) für die US Armee zum Flughafen Hahn gefahren. Die Pipeline war wegen Instandsetzungsarbeiten für einige Wochen stillgelegt. 
1989 im Dezember endete der Stückgutverkehr per Schiene im Hunsrück. Der Stückgutverkehr hatte aus Sicht der Bahnmanager keine Chance mehr. (Kampflose Aufgabe eines ganzen Angebots)
 Die Fahrkartenausgabe hatte 1989 sogenannte Kernzeiten. (9:00 bis 11:30 und 13:00 bis 18:00 Uhr). Auch hier zeigten die Bahnmanager kein gutes Händchen. Für den Frühverkehr waren die Öffnungszeiten am Morgen zu SPÄT. 

 

Am 01 Juni 1993 wurde die Fahrkartenausgabe des Bahnhof Simmern geschlossen. Ein weiterer Arbeitsplatz war gestrichen worden. Die Betreuung übernahm nun ein Reisebüro.
3 Jahre später wurde auch die Güterabfertigung geschlossen. Zuständig in den letzten Jahren war der Beamte nur noch für den Wagenladungsverkehr.

Rückbauten im Bahnhof Simmern 
Gleis 7 im Winter 1988
Die Gleise im Bereich des Bahnsteiges dienen seit 1984 ausschließlich dem Güterverkehr, seit das letzte Personenzugpaar aus dem Fahrplan gestrichen wurde. Der Zustand von 1983 hat sich bis heute erhalten. 
Einige Gleise wurden noch gesperrt und die Freilademöglichkeiten durch die Busgesellschaft überbaut. Dabei wurde 1998 auch die Güterabfertigung abgerissen

Buchfahrpläne finden Sie unter den Streckenpotreis

Kursbuchseiten der Busverbindungen finden Sie unter den Streckenpotreis.